5 Fertigkeiten für eine Lernende Organisation

TinCan - 5 Fertigkeiten für eine lernende Organisation

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Vielen Organisationen ist bewusst, dass sie sich permanent in Bewegung und im ständigen Austausch mit Umwelten befinden. Dabei prasseln sowohl positive als auch negative Faktoren auf das Unternehmen ein. Um diesen Herausforderungen bestens zu begegnen und sich darüber hinaus mit ihnen auch noch zu entwickeln, streben viele Unternehmen eine Lernende Organisation an.

Denn eine Lernende Organisation zeichnet sich durch Ihre Widerstandskraft gegenüber internen als auch externen Einflussfaktoren aus. Laut Peter M. Senge sind für eine Lernende Organisation insbesondere 5 Fertigkeiten (Disziplinen) zu entwickeln. Diese sind:

  • Personal Mastery – individuelle Selbstentwicklung
  • Mental Models – mentale Modelle
  • Shared Visioning – gemeinsame Visionen
  • Team Learning – Lernen im Team
  • System Thinking – Denken in Systemen

Soweit bekannt, soweit die Theorie. Kritisch wird jedoch oft die Übertragung bzw. Implementierung dieser in Unternehmen betrachtet. Hierbei bietet die digitale Lernkommunikation eine unterstützende Möglichkeit, eine Lernende Organisation in den jeweiligen Disziplinen zu entwickeln.

Wesentlich ist es, Mitarbeitern eigenverantwortliches Entwickeln (Personal Mastery/ individuelle Selbstentwicklung) kontinuierlich zu ermöglichen. Laut Gerald Hüther handelt es sich hierbei um ein Grundbedürfnis, welches entsprechend intrinsisch motiviert ist. So ist es unter anderem durch virtuelle Lernwelten bzw. Online-Akademien möglich, dieses Grundbedürfnis zu erfüllen.

Denn genau dadurch wird der entsprechende Rahmen geschaffen um sich individuell weiterzubilden. So kann sich z.B. Mitarbeiterin Frau Sommer als persönliches Ziel setzen, eine Projektmanagerin zu werden. Durch die Online-Akademie ist es ihr möglich, sich die entsprechenden Eigenschaften (z.B. das Projektcontrolling) hierbei selbstständig anzueignen. Darüber hinaus kann sie auch Ihren Lernfortschritt einsehen und erkennt bereits am Beginn ihren Lernpfad dorthin. Daher hat Frau Sommer in jeder Stufe des Lernerlebnisses ein gewisses Maß an Selbstverantwortung.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Eine Lernende Organisation hat das Ziel ein gemeinsames Bild (Shared Visioning – gemeinsame Vision) unter den Mitarbeitern und Führungskräften zu schaffen. Bilder bzw. visuelle Medien bieten hierbei den Vorteil, eine Vielzahl an Informationen innerhalb weniger Sekunden zu kommunizieren. Bilder rufen Emotionen hervor und können folglich gezielt im Training eingesetzt werden, um Visionen (wo sehen wir uns in 5 Jahren?) zu veranschaulichen. Ein gemeinsames Verständnis (z.B. was bedeutet Vertrieb 2.0 für unser Unternehmen) kann dahingehend durch unterschiedliche Lernvideos geschaffen werden. Ebenso können Employer Branding-Maßnahmen direkt in den virtuellen Plattformen verankert werden.

Die Bedeutung des Sozialen Lernens (Team Learning – Lernen im Team) nimmt aufgrund der vermehrten Teamarbeit immer weiter zu. So ist es wichtig, Individuen im Lernprozess miteinander zu Communities oder auch mit den Lerninhalten – dem Content – zu verknüpfen. Üblicherweise besteht der Wille eines Mitarbeiters, sich mit seiner „Peer-Group“ auszutauschen. Hier wird beispielsweise auf derselben Ebene (von Führungskraft zur Führungskraft) über Herausforderungen kommuniziert und diese folglich gelöst. Möglich ist dies, durch die direkte Integration von Chatfunktionen und Foren am Content. Daher direkt im jeweiligen Lernumfeld.

Durch immer weiter vernetzte Systeme (z.B. keine klare Abtrennung von Märkten) und dessen gegenseitigen Einfluss gewinnt die Lernende Organisation zunehmend an Bedeutung. Die digitale Lernkommunikation bietet hierbei eine Vielzahl an Chancen um eine Lernende Organisation zu entwickeln. Wichtig ist es, die Chancen gezielt in diesem Transformationsprozess zu nutzen.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Christian Felber (Key Account Manager)

 

Quellen:
Die fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation
Peter M. Senge
Verlag: Klett-Cotta

Etwas mehr Hirn, bitte: Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten
Gerald Hütter
2015
Verlag: Vandenhoeck&Ruprecht GmbH&Co KG