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Wir leben Lernen.

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Wir schreiben den 13.11.2019.

Anreicherung von Präsenztrainingsangeboten durch digitale Content-Elemente werden zunehmend beliebter. Der Wandel durch die Digitalisierung der Industrie zeichnet sich immer konkreter ab. Unternehmen erkennen und nutzen mehr und mehr die Vorzüge flexibler Lernzeitgestaltung durch skalierbare und flexibel abrufbare Lerninhalte. Die Lernangebote tun es der Digitalen Revolution, auch Industrie 4.0 genannt, gleich und werden zunehmend digital. In Form von Learning Nuggets lassen sich diese optimal in den Arbeitsalltag der Lernenden integrieren. Auch in Schulen etablieren sich erste „Digitale Klassenzimmer“. Die Dreh- und Angelpunkte, die dramaturgischen Höhepunkte der Lernangebote, sind und bleiben die didaktisch feingeschliffenen Präsenzeinheiten par excellence.

Sechs Monate später – Wir schreiben den 13.05.2020.

Präsenztrainings durften von heute auf morgen nicht mehr stattfinden. Eine Rückkehr zur „Präsenznormalität“ ist noch nicht in Sicht. 

So erging es uns allen als Corona auch uns erreicht hat und entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen wurden. Und nun? 

Die zuvor beinahe unumstößlichen Dreh- und Angelpunkte, die Präsenzeinheiten der Lernangebote fallen weg. Dennoch wollen oder müssen Unternehmen ihre Mitarbeitenden weiterentwickeln. Ebenso wie selbstständige und unabhängige Trainingsanbieter schlagartig ihre Angebote an die neue Situation anpassen müssen. Gezwungener Maßen werden Lernangebote vollständig digitalisiert. Präsenzeinheiten werden als Webinare bzw. Live Online Trainings und/oder in Form von WBTs (Web Based Trainings) umgesetzt.

Und plötzlich ist alles digitalisiert.

Aber was bedeutet eigentlich „Digitalisierung“ und wie genau wirkt sich diese auf den Bildungsbereich aus? 

Denke an deinen Privatbereich. An das letzte Elektrogerät, dass du nicht gleich zu bedienen wusstest, eine Excelformel die einfach nicht funktionieren wollte oder die Einweihung deines ersten BBQ-Smokers. Wie bist du an die benötigten Informationen zur Bedingung gekommen? Die meisten werden jetzt mit Google, YouTube oder WhatsApp-Gruppe antworten. Über die aktuelle Kursentwicklung deiner Aktien wirst du über einen Newsfeed auf Ihrem Smartphone auf dem Laufenden gehalten und dein Kind spricht zunehmend fließende Englisch, seid es online Strategie- und Taktikspiele spielt und sich live über Teamspeak mit seinen Mitspielern aus der ganzen Welt über die nächsten Züge abstimmt? 

Herzlichen Glückwunsch – Du befindest dich bereits mitten in der Digitalisierung der „Bildung“ und die aktuelle Entwicklung ist eigentlich nichts „Neues“ für dich. Es handelt sich um eine seit längerem kontinuierliche Entwicklung, die nun schlagartiger als erwartet zunimmt.

Mit den PCs und ersten digitalen Handbüchern, Bedienungsanleitungen und Tutorials begann die Digitalisierung in der „Bildung“. 

„Bildung (von althochdeutsch bildunga ‚Vorstellung, Vorstellungskraft‘)[1] ist ein vielschichtiger, unterschiedlich definierter Begriff, den man im Kern als Maß für die Übereinstimmung des persönlichen  Wissens  und  Weltbildes  eines Menschen mit der Wirklichkeit verstehen kann. Je höher die Bildung ist, desto größer wird die Fähigkeit,  Verständnis  für Zusammenhänge zu entwickeln und  wahreErkenntnisse  zu gewinnen. Der Ausdruck wird sowohl für den Bildungsvorgang („sich bilden“, „gebildet werden“) wie auch für den Bildungszustand („gebildet sein“) einer Person verwendet.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Bildung

Ob der aktuellen Situation nutzen wir nun die Vorteile digitaler Lernangebote und müssen aber ebenso mit den Nachteilen und Herausforderungen umgehen lernen. Interessant wird nun die Frage was wir uns aus dieser aktuellen Entwicklung für die Zukunft mitnehmen. Entwickeln sich die Angebote wieder zurück auf den Stand vom 13.11.2019 oder wird der Entwicklungsschub genutzt und wir halten den Digitalisierungsgrad vom 13.05.2020 aufrecht? 

Unsere Einschätzung und vor allem unser Ansatz als Experten, Konzepter und Berater liegt genau dazwischen. Das ein weit höherer Grad an Digitalisierung funktioniert, haben wir alle erlebt. Nutzen wir die didaktischen Möglichkeiten und Vorteile als Chance die Lernangebote in ihrer Effektivität und Effizienz weiterzuentwickeln. Näheres zu Chancen und Herausforderungen von eLearning sehen wir uns in anderen Blog Post an.  

Sind alle Präsenztrainer bald arbeitslos? 

Welche Auswirkung hat die zunehmende Digitalisierung auf die Jobs der Trainer? 

Viele werden es bereits selbst erlebt haben: Der Job als Wissen vermittelnder Experte löst sich ja nicht in Luft auf. Auch wenn der Anteil an Präsenztrainings abnimmt, das über digitale Medien zu vermittelnde Wissen muss dennoch gesammelt, erarbeitet, didaktisch aufbereitet, umgesetzt und gewartet werden. Klingt eigentlich genau so wie die Tätigkeit eines bisherigen Präsenztrainers! 

Wo liegt der Unterschied? 

Ganz einfach – im Grad der Digitalisierung! 

Statt Flipchart-Gestaltung und Gruppenbastelchallenges müssen nun PowerPoint Charts (oder andere Präsentationsmedien) und digital kollaborativ zu realisierende Gruppenarbeiten aufbereitet werden. Es gibt natürlich noch eine Vielzahl anderer digitaler Medien, die genutzt werden können aber diese Beispiele zeigen schön die Veränderung. 

Didaktik vs. eDidaktik 

Das bedeutet es kommt zu einer Veränderung bzw. Verschiebung in den Kompetenzprofilen. Digitale Kompetenzen gewinnen an Bedeutung und werden unumgänglich. Im Bildungsbereich kommt daher der Begriff „eDidaktik“ ins Spiel. 

Diese baut auf einer grundlegenden didaktischen Kompetenz auf und kann als einer Spezialisierung verstanden werden. Denn mit der Digitalisierung kommen auch neue Herausforderungen im Bildungsbereich auf uns zu. Dazu mehr in den anderen bereits erwähnten Blog Posts. Grob umrissen sind es zum Beispiel folgende Faktoren:  

  • Weniger Spielraum für Ungenauigkeiten 

  • Noch exaktere Anweisungen 

  • Nicht zu jedem Zeitpunkt steuernd eingreifbar 

  • Überschneidungen mit UX-/UI-Design (User Experience, User Interface) 

  • Eingeschränktem direkten Feedback in der Live Kommunikation, Präsentation und Moderation 

  • Neue Tools und Software 

  • Uvm. 

Wie mit vielen anderen Kompetenzen stehen Trainer und Unternehmung vor den Fragen: 

  • Verfüge ich (im Unternehmen) über die benötigten Kompetenzen? 

  • Wie eigne ich mir benötigte Kompetenzen an? 

  • Macht es Sinn auf externe Kompetenzen wie eine eLearning-Agentur zu setzen? 

Diese Fragen können nicht standardisiert beantwortet werden und muss in den einzelnen Fällen entschieden werden. Standardisierte Angebote zur entsprechenden Kompetenzentwicklung gibt es bereits auf dem Markt. Diese erstrecken sich von der Blended Learning Designer Zertifizierung über Live Online Trainer Ausbildungen bis hin zu Studiengängen wie eEducation oder E-Learning Trainer.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, auf den individuellen Bedarf des Trainers oder des Unternehmens zugeschnittene Ausbildungen und Beratungen, wie durch CREATE.21st Century, zu nutzen. Dir und deinem Unternehmen bietet sich so die Chance parallel zur Kompetenzentwicklung auch das gewünschte Lernangebot unter Begleitung von erfahrenen Experten zu entwickeln und umzusetzen. 

Abschließend möchte ich mit dir noch einen Blick über den Tellerrand des Learning & Development werfen. Denn qualitativ hochwertige und innovative Bildungskonzepte wirken sich nicht nur auf die Effektivität und Effizienz der Lernangebote aus, sondern auch auf die Lernbereitschaft, den Spaß am erfolgreichen und innovativen Lernen und somit auch auf den Ruf und das Employer Branding eines Unternehmens aus. 

In diesem Sinne: Auf, auf in die digitale Bildungsrevolution!