Engagement Faktoren im eTraining

Lernen in der Großgruppe, online und im Kreise mehrerer tausend User. Massive Open Online Courses, abgekürzt mit dem bekannten Kürzel MOOCs, werden meist von Universitäten und Bildungsinstituten angeboten. Ein innovatives Format mit großem Potential, aber auch eine Challenge für die Kursverantwortlichen und Teilnehmer.

Verschiedene Studien zeigen, dass weniger als 10% der Studenten MOOCs abschließen. Woran das liegt? Vermutlich an der niedrigen Verbindlichkeitsschwelle. Viele User registrieren sich gratis, schnuppern rein, aber lassen es dann aus verschiedenen Gründen wieder sein. Lernmotivation dürfte ein weiterer Faktor sein. Während selbstmotivierte Lerner im Kurs bleiben, ist es aufgrund des Kursumfangs nicht möglich, mittel bis wenig Motivierte intensiv und direkt zu betreuen und so bei Lernlaune zu halten.

Anders sind die Zahlen bei geschlossenen Online-Kursen, an denen auch weitaus weniger Personen teilnehmen. Beispielsweise ein Online-Universitätslehrgang. Die Verbindlichkeit ist wesentlich höher. In vielen Fällen zahlen TeilnehmerInnen auch Kursgebühren – das alleine zeugt schon von höherer Motivation ein Programm auch wirklich zu absolvieren.

Enric Mor von der Online Universität Oberta de Catalunya ist Engagement Experte für reine Online-Programme und weiß, warum Lernende im Kurs bleiben – oder eben nicht.

Offene versus geschlossene Kursformate

Laut seinen Studien ist mit einer Drop-Out-Rate von 10 bis 20 Prozent bei geschlossenen Kursformaten einer Online-Universität zu rechnen. Das unterscheidet sich nicht wesentlich von Präsenzprogrammen. Drop-outs sind bei diesem Kurstyp auf andere Faktoren zurückzuführen und weniger auf die fehlende Motivation der TeilnehmerInnen. Zum Beispiel steigen Lernende dann aus, wenn sich ihre Zeitbudgets ändern und sie aufgrund von veränderten Lebens- oder Arbeitssituationen den Kursaufwand zeitlich nicht mehr schaffen.

Die Drop-out-Rate ist auch dann höher wenn Studenten und Lernende mehrere zeitaufwändige Kurse miteinander kombinieren. Enric Mor rät hier zu einer guten Mischung aus aufwändigen und weniger aufwendigen Kursen, die es Lernenden ermöglicht ihr Zeitbudget gut zu fokussieren. Das klingt logisch.

Ein interessanter Aspekt ist die Vorhersehbarkeit von Drop-Outs. Laut Mor lässt sich relativ verlässlich sagen, welche Lernende bis zum Ende dabeibleiben. Grob gesagt ist das bei jenen der Fall, die schon in frühen Programmphasen zufrieden mit Umfang, Angebot und Inhalt sind. Interessanterweise ist dies unabhängig davon, ob Lernende gut oder schlecht im abschließenden Test abschneiden. Lernende, die am Beginn eher unzufrieden sind, ändern ihre Meinung auch nicht mehr und hören mit hoher Wahrscheinlichkeit auf.

Kursteilnehmer fallen typischerweise nicht durch. Jene die bis zum Schluss dabei sind, schaffen auch den Test. Jene die Durchfallen würden, haben zu diesem Zeitpunkt den Kurs schon verlassen.

Eine interessante Konsequenz

KursteilnehmerInnen fallen typischerweise nicht durch. Jene, die bis zum Schluss dabei sind, schaffen auch den Test. Jene, die durchfallen würden, haben zu diesem Zeitpunkt den Kurs schon verlassen.

MOOCs im Einsatz von eLearning

Mittlerweile werden auch MOOCs in Kombination mit eLearning ganz bewusst eingesetzt. Die Verbindung machts. Inhalte müssen nicht neu erfunden werden und so können Projekte in kurzen Produktionszyklen geschaffen werden. Sie wollen Erfahren, wie wir damit umgehen? Melden Sie sich bei uns! 

Source: Isuru Balasooriya, Enric Mor, M. Elena Rodriguez; Understanding User Engagement in Digital Education, HCI International 2018

Der Blogbeitrag wurde geschrieben von Michael Leitner, Head of Research,
Interaction Design, UI/UX.

Social Media im Bildungsbereich

Gut, Einsichten in ein heißes Thema: Social Media im eLearning. Eine interessante Studie der jungen Forscherin AlHaidari untersucht die Nutzung von verschiedenen Social Media Formaten in eLearning und blended Learning Formaten. Die Grundlage ist eine Untersuchung von über hundert Studenten im Universitätskontext. Die Studie gibt trotz kultureller Unterschiede gute Einsichten in aktuelle eLearning Trends.

Unterscheidung in aktive und passive Nutzung

Interessanter Aspekt der Studie ist die Unterscheidung wird zwischen aktiver und passiver Nutzung, also ob jemand ein Social Media Tool rein dazu benutzt Lerninhalte zu konsumieren und um vom Tutor zu hören, oder ob er/sie auch aktiv Inhalte postet und zu einer Lerncommunity beiträgt.

In der passiven Nutzung sind Social Media Tools mit 84 % am stärksten genutzt, gefolgt von Dokument Sharing Tools mit 66 %. Erwähnenswert ist, dass Microblogging auf immerhin 20 % Nutzung kommt. In der aktiven Nutzung fällt Social Media mit 42 % jedoch weit hinter Dokumenten-Sharing Tools (58%) zurück.

In anderen Worten, Social Media Tools werden gern genutzt um Inhalte zu erhalten und um up-to-date zu bleiben. Weniger als die Hälfte der User tragen aber aktiv zu dieser online Lerncommunity bei.

Diesem passiven, und nicht immer sichtbaren Nutzen von Social Media sollten sich Tutoren, Coaches und Trainer bewusst sein.

Social Tools in Lernmanagementsystemen

Interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang: 77% der Befragten nutzen für Social Media ein Tool außerhalb des Lernmanagementsystems (LMS). Nur 22 % nutzen das LMS-eigene Social Media Tool. Das kann verschiedene Gründe haben. Eine Vermutung ist, dass Lernende primär vorhandene Netzwerke und Kontakte außerhalb des LMS nutzen wollen. Ein Grund könnte auch sein, dass Social Media Tools in manchen LMS weniger gut entwickelt sind, zumindest im Vergleich zu bekannten Social Media Seiten wie Facebook.

Für Lerner scheint es noch zu wenige Anreize zu geben um auf LMS interne Social Media Tools umzusteigen.

Diesen Umstand könnten gut designte und stark integrierte Social Media Features in LMS und Lernbüchern verändern.

Mit dem cBook versucht CREATE genau das zu tun. Denn, dass Lernende gut integrierte Tools durchaus nutzen zeigt eine andere Zahl. LMS interne Dokumenten-Sharing Features werden zu 45 % der Lernenden genutzt. Nur 22 % nutzen ein Dokumenten-Sharing Tool außerhalb des LMS. Also, keep working on that social media tools.

Die Daten in diesem Artikel wurden veröffentlich in Yara A. AlHaidari, Exploring the Use of Social Media in Education from Learners Perspective, 2018.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Michael Leitner (Head of Research, Interaction Design, UI/UX).

I am your cBook and I know how you feel

Zukunft digitales Emotionsmanagement im eLearning.

“Mit diesem Kapitel geht es dir nicht so gut, stimmts?” Keine außergewöhnliche Frage, genau so könnte sie einen Trainer oder Programmtutor stellen. Nur, glaubt man Forschern, werden Fragen dieser Art bald nicht mehr vom Coach, sondern vom digitalen Lerntool gestellt. Insbesondere wenn es die emotionale Ebene des Lernens betrifft.

Automatisierte Emotionserkennung ist ein Forschungsthema, das mit Riesenschritten in die Praxis drängt.

Bald werden digitale Lerntechnologien erkennen können, wie sich Lernende fühlen. Löst ein bestimmtes Kapitel Freude oder Entspannung aus? Erzeugen bestimmte Lerninteraktionen Stress? Ein verlässliches Werkzeug ist die Analyse von Gesichtsausdruck und Mimik, heutzutage ohne kostspielige Hardware, einfach mit Hilfe einer Standard Webcam möglich.

Lernen im Team und in Freizeit

Doch nicht nur das. Digitale Lerntools werden auf die emotionalen Zustände der Lernenden reagieren können. Mary Czerwinski Forscherin bei Microsoft gibt auf der Konferenz “HCI International” in Las Vegas Einblicke in die Entwicklungen und zukünftigen Möglichkeiten.

Chatbot im Gras

Laut Czerwinski wird an intelligenten “Synthetic Agents” gearbeitet, die Usern jederzeit und in Echzeit zur Verfügung stehen und auch aktiv intervenieren werden. Zum Beispiel durch das alleinige Hinweisen auf eine emotionale Phase, also zur Bewusstseinsbildung der Lerner. Oder mit Vorschlägen zur Änderung des Lernpfades und durch Anbieten von alternativen Content.

Die Erscheinungsform dieser Lernagenten kann vielseitig sein. Ein Chatbot ohne humanes visuelles Erscheinungsbild ist genauso denkbar wie ein animierter Avatar.

Lernunterstützende Agenten könnten zu permanenten Begleitern werden und ihre User immer besser verstehen – auch über einzelne Lernmodule hinweg.

Nur, hört man auf den emotionalen Beistand eines synthetischen, künstlichen Avatar? Laut Czerwinski: ja. Ihren Forschungen zufolge schätzen Personen die emotionale Unterstützung, weil sie helfen können emotionale “Low Points” besser zu erkennen und zu überwinden.

Um die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit der Agenten zu erhöhen kommt es ganz auf das Design an. Beispielsweise wird Digital Agents mehr Vertrauen geschenkt, wenn sie den eigenen Sprach- und Argumentationsstil imitieren. Ruhige Sprecher wollen nicht argumentative überrollt werden.

Emotionen Erkennen als Grundlage für Emotionsmanagement

Und natürlich spielt Attraktivität eine Rolle. Czerwinskis Studien zufolge glauben Benutzer einem visuell attraktiven Avatar wesentlich mehr, um es genau sagen: nahezu alles. Auch Unwahrheiten. Soweit zur Manipulierbarkeit des Menschen. 🙂

Dieser Beitrag wurde verfasst von Michael Leitner (Head of Research, Interaction Design, UI/UX)

Einladung zu deinem cMoment!

Corporate Learning: Lernerlebnisse aus Gegenwart und Zukunft – zum Anfassen!

Der rasche Wandel der Arbeitswelt und die schnelle Entwicklung von Technologie sind auch in der Mitarbeiterentwicklung eine Herausforderung. Im täglichen Business ist es schwer mit dieser Dynamik mitzuhalten – das hemmt unsere Chancen auf Verbesserung und Innovation.

Mit dem cMoment haben wir ein Event geschaffen, dass Theorie, Innovation und Praxis an einem Tag zusammenbringt! Erleben Sie die geballte Zukunft des eLearnings:

  • VR und Hololens für das Training sowie virtuelle Lernwelten erleben und ausprobieren.
  • Innovativen, digitalen Lerninhalt mit dem preisgekrönten cBook und CREATOR selber erstellen
  • Impulsvorträge zum Thema „Das Lernen der Zukunft “ mit aktuellen, spannenden Praxisbeispielen.
  • Eine Übersicht über Entwicklungen auf dem eLearning Markt bekommen
  • Experten über die Schulter schauen, die die eLearnings der Zukunft konzipieren, designen und technisch umsetzen

WANN?

am 19.04.2018 ab 09:00 Uhr

Taubstummengasse 7/3, 1040 Wien

Die Teilnahme ist kostenlos

Bitte um verbindliche Zusage bis 17. April 2018

Und wenn Sie neben all dem Ausprobieren und selber testen noch eine Hand frei haben, stehen Getränke und Snacks zur Stärkung bereit.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Tag voller Experimente und Innovationen!

Ihr CREATE 21century Team

cMoment 2018

Webinar

Webinar Banner Create on air

Werden Sie mit CREATE zum Digital Learning Experten!

In einer 20min Live-Session sprechen unsere Experten über die neuesten Trends und Innovationen im eLearning unter dem Motto: „Was bewegt eLearning 2018″. Im virtuellen Seminarraum werden Sie über den Tellerrand blicken und direkte Anwendungen von interaktiven Weiterbildungsmöglichkeiten kennenlernen.

Schauen Sie vorbei und erleben Sie anhand von Best Practice Beispielen was die Branche bewegt und diskutieren Sie mit!

Im Webinar erfahren Sie gezielt, …

  • Key Essentials der LEARNTEC 2018
  • Augmented Reality, Virtual Reality
  • Kompetenzorientiertes Lernen

WANN?

Mittwoch, 21.02.2018 um 10:00 Uhr

Webinar-Sprache: Deutsch

 

Vortragende:

Christian Felber, Digital Learning Expert cf@create.at
Christian Felber, Digital Learning Expert cf@create.at

Senior Digital Learning Expert
Peter Troppmair, Senior Digital Learning Expert pt@create.at

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Individuelles Lernen – Warum man als Unternehmen nicht daran vorbei kann

Was ist Individuelles Lernen?

Alle Individuen lernen – ob nun bewusst oder unbewusst.
 Es ist ein Grundbedürfnis der Existenz.
Individuelles Lernen wird definiert als die Fähigkeit, externe Stimuli (in unserem Fall unser Lernmaterial) individuell zu betrachten, zu interpretieren und daraus Wissen zu generieren.
Dies geschieht vor allem dann, wenn wir in Interaktion mit anderen und unserer Umwelt treten und dadurch eine Neubewertung unseres bisherigen Wissens stattfindet.

Professor David Merrill meint in diesem Zusammenhang: „… der soziale Kontext einer Lernumgebung kann seinen Mitgliedern Unterstützung bieten, doch die Veränderung der kognitiven Struktur und der Erwerb von Wissen und Können ist ein individuelles Ereignis.”

Um also das beste Ergebnis für den Lerndenden zu erhalten, ist es notwendig auf die Unterschiede und Bedürfnisse des Einzelnen Rücksicht zu nehmen.

 

Besondere Vorteile hierbei sind:

  • Viele unterschiedliche Lerntypen können angesprochen werden
  • Der Lernende kann in seinem eigenen Tempo arbeiten und den günstisten Zeitpunkt dafür selbst wählen
  • Kostengünstiger für eine große Anzahl an Lernern
  • Der Lerndende hat mehr Kontrolle über was und wie er lernt
  • Es ist aktives, nicht passives, Lernen

Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu lernen, gegeben genügend Zeit und Unterstützung. 
Organisationen, die kontinuierlich in die Entwicklung ihrer Mitarbeiter investieren, sehen davon natürlich auch Resultate. Ein besonders wichtiger Aspekt in der Lernorganisation ist die Art und Weise, in der die Organisation die Fähigkeit der Einzelperson verbessern will.
Das gilt auch für dafür, den Vorteil der Lernmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.
Im Arbeitsumfeld handelt es sich hierbei um Erwachsenenbildung.
Zunehmend geht der Trend dahin Lernen als eine kontinuierliche lebenslange Tätigkeit zu sehen, die sich auf den Lernenden konzentriert, der zunehmende Verantwortung für seine eigene Entwicklung hat.

Lernen am Arbeitsplatz wird speziell durch den organisatorischen Kontext beeinflusst.
Wie sinnvoll erscheint dem Mitarbeiter die Weiterbildung? Fühlt er sich frei oder gezwungen? Ist die Grundstimmung positiv und somit die Motivation auch hoch?
Und wie motiviert man als Unternehmen seine Mitarbeiter dazu, sich dem Lerninhalt gegenüber zu öffnen? Wie erfülle ich die Forderungen des Wandels?

 

Gerade um diese Fragen zu beantworten, hat create den Konzeptionsworkshop entwickelt.
Jede Unternehmensphilosophie ist individuell. Um Unternehmen und Menschen weiterzuentwickeln braucht es gut integrierte Learning & Development Strategien. Um die digitale Transformation im Corporate Learning zu vollziehen braucht es Zeit und Struktur. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit innovativen Konzepten und technischen Lösungen. Mit unserer Beratung und Entwicklung entsteht ihre Idee. Und eine gute Idee ist der Schlüssel zum Erfolg.

Sie wollen die ersten Schritte in Richtung ganzheitliches Learningkonzept gehen? Dann vereinbaren Sie einen Konzeptionsworkshop mit uns!

Lernen vom ersten Moment an. Im gesamten Recrutation-Prozess.

Hätten Sie gedacht, dass Lernen im Unternehmen schon vor der Bewerbung stattfindet? Also noch lange bevor der eben „noch nicht mal Bewerber“ zum Mitarbeiter des Unternehmens wird. Manchmal sind sie nicht nur Bewerber, sondern auch Kunden. Manchmal aber nicht einmal das.
By the way: Kunden, die sich bewerben und im Recruiting-Prozess eigentlich nur oberflächlich oder einfach ungebührend abgefertigt werden, sind nach dem Bewerbungsprozess sicher keine guten Kunden mehr. Auch wieder so eine Binsenweisheit – ja zugegeben. ABER: Darüber sollten sich Unternehmen im Klaren sein, wenn sie stolz in ihrem Kundenumfeld – bewusst oder unbewusst – nach neuen Mitarbeitern fischen. Vor allem wenn es in die Masse geht. Und das ist dann schon zumindest höhere Mengenlehre.

Aber wo oder wie können diese „nicht mehr guten Kunden“ die Luft rauslassen. „Es geht um die Lufthoheit an den Stammtischen“ – hat einmal ein Politiker bei uns gesagt. Aber um welche Stammtisch-Momente geht es denn da? Wann erleben wir solche? In der Sommerzeit ist unser Stammtisch der Kugelgrill. Unsere Stammtische-Runde sind die Freunde, die mit einer Bierdose in der Hand rundherum stehen und auf ihr gegrilltes Essbares warten. Die Wartezeit wird mit Schweigen ausgefüllt. Ab und an wird der Moment mit einem „und…?“ überbrückt (was im männlichen Jargon so viel heißt wie: „Was machst du denn derzeit so? …Was bewegt dich? … Erzähl mir einen Schwank aus deinem Leben“).

Muss nicht so sein, kann aber so sein. Manchmal ist es auch ganz anders. Es geht aber letztendlich um das Ergebnis. Um die Antwort. „Ich hab’s getan! Ich habe unterschrieben! Ich fange bei XY an!“ Und an dem überzeugten Lächeln auf dem Gesicht des Gewinnertypen, der das gerade gesagt hat, und woraus sich auch schließen lässt, dass er stolz darauf ist! Das soll er auch. Das darf er auch sein. Seinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben, ist ein Gewinner-Moment! Da kann dann (fast) nix schiefgehen. DU bist der Auserwählte.

Employer Branding

Pfiffige Unternehmen haben ihr Employer Branding genau auf diese Phase ausgeweitet. Damit wollen sie sagen: einen besseren Botschafter kriegen wir nicht. Das Marketing ist darüber auch froh und stolz darauf, wenn in solchen „Stammtisch-Momenten“ genau das richtige über das Unternehmen erzählt wird. Das Richtige. Und wie unter Vorständen vielleicht auch, gilt dann mal: neben der Richtigkeit ist es auch wichtig, dass es überzeugend war. Begeisternd eben.

Auf solche Momente zielen wir im Employer Branding generell ab! Auch bei unseren bestehenden Mitarbeitern. Deswegen haben wir sie lieb. Und geben ihnen auch Gründe uns zu lieben!

Der Verliebtsein-Moment aus Sicht der HR: ok, diese unbeeinflusste Vorfreude auf den ersten Arbeitstag, der lässt sich doch nutzen!? Im Onboarding-Prozess! Natürlich. Und diese Phase nennt man auch PreBoarding.

Wir, CREATE, bieten in unseren Projekten zukünftigen Mitarbeitern Vorab-Informationen. Ja, oft auch schon die ersten spannenden Lerninhalte. Also Auszüge aus A-Content und B-Content, die in unserer Inhaltepyramide ganz oben stehen. Und Sie glauben gar nicht, wie intensiv diese schon im Vorfeld genutzt werden. Oder glauben Sie es doch?

CREATE Inhaltepyramide

Jedenfalls auf diese Frage antworten Sie sicher mit JA: Glauben Sie, dass die Menschen im PreBoarding ein hohes Interesse an ersten Kennenlern-Inhalten haben? Bzw. richtig wäre und eingestiegen sind wir ja mit der Frage: Hätten Sie gedacht, dass Lernen im Unternehmen schon vor der Bewerbung stattfindet? Ja, oder? Ich denke schon – sonst hätten Sie mir nicht so lange Ihre Aufmerksamkeit für diesen Artikel geschenkt.

Die Fakten und aktuellen Ergebnisse würde ich Ihnen gerne präsentieren, vor allem, wenn Sie selbst mit der Situation „Recruiting, Onboarding oder Learning & Development“ zu tun haben.

Was möchten Sie Ihren PreBoardern an Inhalt vermitteln? Ich freue mich auf Ihre Anregungen zu diesem Artikel.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Christian Felber (Key Account Manager)

LESEN SIE MEHR BEITRÄGE ZU:

60.000 mal schneller lernen mit Illustrationen

Möchte man effektiv kommunizieren, vor allem in der Business Welt, sollte man sich der wichtigen Rolle von Illustration bewusst sein. Illustrationen sind effektiver als Fotos, denn sie erzählen eine Geschichte. In einer klaren und einfachen Art machen Illustrationen jeden Text verständlicher.

Aber fangen wir von vorne an: Warum ist Illustration so effektiv?

1. Der Großteil der Menschheit besteht aus visuellen Lernern

Laut einer Studie von Mind Tools sind 65% der Menschheit visuelle Lerntypen. Das sind zwei Drittel der Menschen, mit denen Sie heute reden werden. Ein noch größerer Teil denkt in Bildern. Wenn Sie das Wort “Katze” hören, dann stellen Sie sich eine Katze vor und nicht die einzelnen Buchstaben des Wortes K-A-T-Z-E. Wenn wir uns also daran erinnern, dass Menschen in Bildern denken und wir unsere Botschaft längerfristig an unsere Kunden weitergeben wollen, dann MÜSSEN wir durch Illustrationen kommunizieren.

2. Bilder bleiben in Erinnerung

Studien zeigen, dass wir uns wesentlich besser und länger an Bilder erinnern, als an Worte. Das menschliche Gehirn wird durch Storytelling mehr gefordert und aktiviert als durch trockene Zahlen, Fakten und Buchstaben. Darum ist es unerlässlich, Präsentationen und Lerninhalte mit Bildern und Videos auszugestalten, wenn ein langfristiger Lernerfolg erzielt werden soll. Je durchdachter die Bilder und Farben ausgewählt werden, desto gezielter kann der Lernende in die Lernwelt abgeholt werden.

3. Illustrationen beschleunigen Lernen

Wir erfassen visuelle Inhalte 60.000 mal schneller als Worte.
Informationen werden schneller erfasst und gespeichert, wenn dazu ein Bild im Kopf entsteht. Das gesamte Gehirn wird dadurch beansprucht. Illustrationen bieten den Vorteil, dass sie komplexe Inhalte oft viel einfacher darstellen, als dies mit Fotos möglich ist. Darum werden sie auch speziell in der Wissenschaft bei komplexeren Inhalten gerne verwendet.

Zusammengefasst hilft Illustration grundlegend die Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen zu lenken. Sie wird gesehen, bevor der Lerner den Text erfasst und schafft so einen wesentlichen Zusammenhang zwischen Inhalt und Verständnis.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Natalie Neumann (Concepter & Media Designer)

LESEN SIE MEHR BEITRÄGE ZU:

DIE TOP 3 eLearning Trends & Innovationen 2017

Die eLearning Trends & Innovationen 2017 kommen sozusagen frisch von Learntec und Didacta, den größten eLearning Messen im deutschsprachigen Raum. Auf Letzterer haben wir für unsere Kundenprojekte mit Porsche und SEW Eurodrive jeweils den eLearning Journal Award 2017 erhalten. Aber wir waren auch Aussteller. Und wie in jedem Jahr gibt es einen Trend, den auch wir mit im Gepäck hatten.

eLearning Trend & Innovation #1                                                                                             VIRTUAL REALITY

Virtual Reality (VR) ist definitiv im eLearning angekommen und wird zukünftig ein spannender Teil von professionellen Blended Learning Szenarien sein.

Klar, werden Sie sagen. Und auch, dass jede größere eLearning-Agentur seine eigene VR-Umsetzung auf der Learntec und Didacta 2017 präsentieren müssen, ist verständlich. Stimmt. Wichtig war dabei, dass sich die VR-Umsetzung von allen anderen unterscheidet. Unsere hat den Mr. Fish in die VR-Welt gebracht. Das bedeutet: Wie bei der Simulationstechnologie Mr. Fish führen die Entscheidungen des Users zu einem individuellen Ergebnis. Bei der Entwicklung war es ein Vorteil, als CREATE mittlerweile mehr als 10 Jahre Technologie- und Projekt-Erfahrung im Bereich virtueller Lernwelten zu haben. Denn – es darf stolz verkündet werden: CREATE.21st century hat die beste VR-Umsetzung der ganzen Learntec 2017!

Die herausragende Innovation dabei, ist die Kombination aus Full Motion Video und VR. Damit ist gemeint, dass wir die Kompetenzen besitzen, Videos nahtlos in eine virtuelle Welt einzubetten. Lerner können auf diese Weise in einer explorativen Lernwelt mit realen Darstellern interagieren. Mit dieser Fusion treiben wir Game-Based Learning auf ein neues und noch intensiveres Immersionslevel.

>> Sie wollen sich selbst davon überzeugen? Hier geht’s zur virtuellen Lernwelt.

eLearning Trend & Innovation #2                                                                                         INTERAKTIVES VIDEO

Interaktives Video – bei CREATE heißt das: nonverbale Reaktionen werden mit der Simulationstechnologie Mr.Fish nahtlos miteinander verknüpft. Das Ergebnis: Extrem hohe Immersion. Spannend für Verhaltens- und Haltungskompetenzen, vor allem für kommunikative Lernstrecken wie für den Vertrieb oder die Führungskräfte.

Video? Echt jetzt? Naja, ja. Die Verbannung von Flash-Animationen und Inhalten aus der Web-, Multimedia- und damit aus der eLearning-Welt hat auch dem Medium Video einen extremen Drive gegeben, speziell Lern- bzw. How-To-Videos.

CREATE.21st century zeigt, dass ein interaktives Video die aufwendige Spielprogrammierung endgültig aus den Blended Learning Szenarien verdrängen kann. Echte Schauspieler statt 3D-Avatare. Trotzdem generische, hochinteraktive Inhalte, die (übrigens auch) kostengünstiger und weit wirksamer sind, weil damit auch die NICHT-SPIELER angesprochen werden können. So entsteht eine Art individuelles Game-Erlebnis, in dem der Lernende das Geschehen selbst steuern kann. Das Gamification-Element weckt ein vertrautes Gefühl, wodurch gleichzeitig die Lernaktivität erhöht wird. CREATE-Kunden berichten schon von dieser positiven Steigerung und zeigen ihre konkreten Messdaten dazu. In Zusammenarbeit mit Kunden wie ERSTE BANK oder Porsche wurden bereits „Mr. Fish cBooks“ realisiert und beide wurden dafür mit eLearning Journal Awards ausgezeichnet.

>> Kostprobe gefällig? Das müssen Sie selbst mal ausprobieren!

eLearning Trend & Innovation #3                                                                                                       TIN CAN API – und die immer intelligenteren Content-Frameworks

iWBTs – intelligentere Content-Frameworks – bei CREATE heißt das: cBook.de nutzen und damit das erste echte „heterogenic Authoring“ mit dem cBook CREATOR nutzen.

Eigentlich hat es damit begonnen, dass vor ein paar Jahren die Frage nach der Zukunft von SCORM beantwortet wurde. Denn, sie haben eine neue (semantische) Schnittstelle zwischen dem Lernmanagement System (LMS) und Web-Based Training (WBT) namens TIN CAN API hervorgebracht. Heute fast schon bekannter unter dem Namen „Learning Experience API“. Das ist auch gut so, denn TIN CAN sagt: „alle deine individuellen Learning Experiences haben dazu beigetragen, dass du das kannst, was du kannst!“

So ganz nebenbei hat TIN CAN aber eines fest einzementiert, was viele LMS-Hersteller – in weiser Voraussicht – ganz schnell schon umgesetzt haben: seamless direct access.

Seamless direct access. Das erste von insgesamt 7 TIN CAN Prinzipien.

Wie in der Abbildung sichtbar, bedeutet seamless direct access: die Lerner steigen NICHT mehr über das Lernmanagement System ein, um ihre Inhalte zu finden, sondern direkt über den Content.

War es TIN CAN oder waren es die Mobile Devices… wie auch immer. Eines ist sicher: Die CONTENT-Frameworks, die sogenannten Rahmen meiner WBT-Inhalte, werden immer intelligenter! Eigentlich logisch: Wenn kein LMS zur Verfügung steht – bzw. eben dieses nur mehr im Hintergrund läuft (so wie das Game-Center deines Lieblingsspiels) – muss der Content natürlich mehr können, als nur das Blättern von vertontem PowerPoint-Folien im herkömmlichen SCORM-Player. Aufgrund dieser Expertise zum Thema TIN CAN überzeugt die eigene CREATE.21st century Produktentwicklung cBook bereits seit drei Jahren unsere Kunden am eLearning-Markt.

Lernvideos & cBook? Naja, mal ein Link in persönlichem Interesse: Ich habe schon fünfmal Didaktik – Design – und Dramaturgie (mit dem cBook & ohne) auf YouTube erklären dürfen >> einfach reinschauen. Ich freue mich auch über Ihr Feedback. 🙂

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Christoph Schmidt-Mårtensson (Gründer & Geschäftsführer)

 

 

Change, Digital Learning and Design-Thinking – just connect them

Innovative und erfolgsentscheidende Personalentwicklungen in Organisationen sind kein Zufall, sondern können bewusst initiiert werden. Dies ist auch für den Erfolg von didaktisch hochwertigen und lernunterstützenden E-Learnings der Fall.

Denn: um Menschen oder eben meine Mitarbeiter zum selbstgesteuerten Online-Lernen zu animieren, bedarf es mehr als der Einführung eines Lernmanagementsystems und der Bereitstellung von (standardisierten) Content durch Web Based Trainings. Vielmehr müssen die entsprechende Umgebung und die Lernkultur hierfür geschaffen werden. Eine Möglichkeit, um eben genau diese Umgebung zu schaffen, ist das Design Thinking.

„Change, Digital Learning and Design-Thinking – just connect them“ weiterlesen