Learntec 2019 – ein Rückblick!

Ausgezeichnete Bildungsprojekte sind eher im klassischen Sektor unterwegs. Mit der VR/AR Arena und der Start-up Arena wurden auf der Learntec Präsentationsflächen für Innovationen geschaffen. Die Big Player sind alle vertreten und haben wie jedes Jahr einige spannende Ideen im Gepäck.

Gebäude, Messegelände Karlsruhe, Learntec

Nach der Ankunft geht es zunächst für die ersten Ankömmlinge direkt auf das Messegelände. Aufbau. Ein paar Stunden später der Anruf im Office: Passt alles! Nichts vergessen! Am nächsten Tag geht’s los. In die Startlöcher, Kaffeemaschine läuft. Alle sind versorgt. Kurz einschwören auf die kommenden drei Tage und schon sind die ersten Kunden da.

Bereits mutig genug für Virtual Reality und/oder Augmented Reality? Viel Angebot und doch viele Fragezeichen. Viele Einsatzmöglichkeiten und Lernsysteme wurden präsentiert. Und doch dominiert die Skepsis.

Im Trendforum findet parallel die Eröffnung statt, der Kongress läuft an. Unser Team verteilt sich zwischen Kongress, Hallenbesichtigung, Vorträgen und natürlich am Stand. Wir sind voll motiviert. Die ersten Gespräche laufen bereits auf Hochtouren. Der Eindruck täuscht nicht unbedingt – es läuft nur langsam an. Das Interesse an VR und AR ist hoch. Wir sind mit einem bereits ausgezeichneten Projekt vor Ort. Mit einer Retail-Bank haben wir die Vertriebsausbildung mit dem cBook, VR-Coaching und unserer Mr.Fish-Technologie digitalisiert. Außerdem dabei: unser AR CREATOR, mit dem in wenigen Schritten eine eigene Mixed Reality geschaffen werden kann. Für Trainerinnen und Trainer mittels Smartphone & Hololens kombiniert. Und für ganz reale Trainingsszenarios!
Aber haben die Unternehmen und Trainer tatsächlich schon den Mut diese neuen Technologien einzusetzen? Das Interesse ist hoch. Mal sehen 🙂

Die "helle Seite" der Macht oder aber auch: die helle Seite unseres Messestandes auf der Learntec2019
Die "dunkle Seite" der Macht oder auch, die dunkle Seite unseres Messenstands auf der Learntec2019!
Eingangshalle der Learntec2019 - das lädt zum Verweilen ein!

cBook mit dem CoWorking-Ansatz und dem CREATOR zum Selbermachen!

Unserer Lösung mit dem Lernenden im Mittelpunkt haben wir die Hälfte des Messestandes gewidmet. Mit Autorentool, Asset Management, Community Features und der Möglichkeit, das cBook mit dem cBook LMS zu kombinieren und nahtlos zu verschmelzen…das zieht. Wie auch schon das Jahr davor. Das „Interaktionsuniversum“, wie wir es nennen, wächst von Jahr zu Jahr. Als Full-Service Anbieter sind wir heuer auch erstmals mit dem „Do it yourself“ Ansatz unterwegs. Die druckfrischen Folder gehen weg „wie die warmen Semmeln“ und erfreuen sich großen Interesses. Der Ansatz funktioniert. In vielen Unternehmen sind eLearning Verantwortliche in der Situation, dass die eLearnings selbst erstellt werden müssen, oder jemand im Unternehmen da ist, der es macht. Wir beraten Kunden am Weg dorthin oder auch, wie Sie sich am besten aufstellen, welche Möglichkeiten gegeben sind. Das Interesse ist nicht nur groß, sondern auch sehr konkret. Das ist auch für uns neu. In den vergangenen Jahren war es für uns eher ein „Ich informiere mich mal“, während in diesem Jahr ganz konkrete Needs ausschlaggebend sind.
CoWorking: ein Mix aus dem Nutzen eines Full-Service Anbieters und dem Selbstgestalten bzw. Mitwirken – das ist gefragt wie nie.

Movement Learning unterstützt dich!

Eine der großen Fragen in vielen Unternehmen oder in vielen Projekten ist grundlegend die Skepsis gegenüber Veränderung. Mit Movement Learning wird genau dieser Aspekt beim Lernenden adressiert. Mit emotionalen Geschichten holen wir die Menschen ab. Komplexe Veränderungsprozesse treiben derzeit nicht nur deutschsprachige Unternehmen an. Die Innovationszyklen werden immer kürzer, und wir müssen uns anpassen. Die Arbeitsabläufe und Technologien ändern sich. Movement Learning lehrt nicht nur, sondern lernt auch ständig vom unmittelbaren Feedback. Wir nehmen die Angst. Wir fördern Offenheit gegenüber Neuem. Wir treiben Innovation. Gerne zeigen wir, was wir in diesem Bereich bereits tun. Die Skepsis bewegt aber nicht nur das eLearning. Gerade in globalen Vertriebsstrukturen sind auch Rollouts ein Thema. Den neuen Inhalt einfach in ein Lernmanagementsystem zu stellen und ein E-Mail auszuschicken – das war gestern. Neben Kompetenzorientierung und maßgeschneiderten Inhalten muss auch die Verbindung zum Haptischen hergestellt werden. Wir machen dies mit unseren Partnern mit dem Interactive Paper. Ein Renner auf der Learntec!

Innovationen sind wie jedes Jahr willkommen, dennoch sind die „Klassiker“ im Portfolio auch die Verkaufsintensivsten. Einsparungswellen treffen nicht nur die Unternehmen an sich, sondern häufig auch die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Hierfür gilt es kreative Lösungen zu schaffen, die den Lernenden ansprechen, aber schnell und sparsam einsetzbar sind. 2019 werden es andere Themen sein, die im Fokus stehen. Produktivität, Teamwork und Neugestaltung, neue Herausforderungen und sehr oft auch der Cultural Change in vielen Unternehmen.

Gruppenfoto Learntec2019

User Experience Prozesse im eLearning

Erfolgreiches Lernen ist mit vielen Faktoren verbunden – dazu gehören unter anderem erfolgreiches Engagement, Social Media Elemente und anregende Interaktionen.

Um den Ansprüchen unserer Kunden und User – sowie den Ansprüchen die wir an uns selbst stellen – gerecht zu werden, folgen wir bewährten Prinzipien in unseren Prozessen.

Durch stetigen Austausch im Projektablauf werden zunächst offene Fragen zu konkreten Erfahrungen und anschaulichen Erlebnissen. Dabei helfen uns unsere ausgiebigen Erfahrungen in Kollaboration, Iteration, Anpassungsfähigkeit und Priorisierung.

Der Prozess

"Gutes Design ist das Lösen von Problemen"

Am Anfang stehen Nutzer und Stakeholder. Wer sind die Nutzer und Stakeholder, und welche Bedürfnisse haben diese? Welchen Benefit sollen die Nutzer durch die Erfahrung mit der Applikation generieren? Wie soll diese Erfahrung präsentiert und implementiert werden?

Am Anfang geht es an’s Informationsdesign. Wie sollen Inhalte aufbereitet werden, um so effizient wie möglich zu kommunizieren? In unseren Projekten möchten wir das perfekte Lernerlebnis für jeden Nutzer gewährleisten. Daher ist es wichtig, Informationen für unterschiedliche Lerntypen aufzubereiten. Unsere Experten kreieren spannende Reisen durch den Content um Informationen bestmöglich zu kommunizieren.

Visuelle Gestaltung und Ästhetik sind wichtige Faktoren nicht nur in der Kommunikation einer Marke, sondern auch ein Mittel zum Schaffen einer angenehmen Lernatmosphäre. Durch Tools wie Style Vergleiche, style tiles oder Elementen Collagen finden wir den perfekten Stil für unsere Kunden.

User Experience (UX) zieht sich durch alle diese Abschnitte. Was unsere Arbeit im Web vom Print unterscheidet, ist, dass diese nicht nur zum Betrachen sondern zum Interagieren geschaffen ist. User Experience Design befasst sich mit den Erfahrungen und Erlebnissen des Nutzers, während diese/r die Applikation nutzt. UX ist der Kleber, der Informationsdesign, visuelle Gestaltung und technische Umsetzung miteinander verbindet.

Dieser Artikel wurde verfasst von Julia Waltl, UI Expertin und Frontend-Developer bei CREATE.21st century.

Leadership Training mittels eLearning

Führungskräfte und ihre Trainingsanforderungen

Trainings für die Führungskräfte und Leadership-Inhalte sind ein vielschichtiges Thema. Die Erwartungen der Führungskräfte sind hoch und die Lerninhalte oft komplex und nicht durch einfach eLearnings abbildbar. Face-to-Face Trainings, persönliche und individuelle Coachings sind für die meisten Führungskräfte selbstverständlich. Wir setzen einfache und komplexe Inhalte als Leadership Training für Sie um!

Zusätzlich sind auch die Rahmenbedingungen schwieriger, da Führungskräfte wenig Zeit haben, oft unterwegs sind und nicht immer durchgehend vor einem PC oder in einem Trainingsraum sitzen können. Viel spielt sich auch auf ihrem mobilen Device und im Austausch mit anderen Menschen statt. All diese Faktoren müssen bei der Entwicklung von Führungskräfte Trainings berücksichtigt werden – ganz besonders bei Online Programmen.

Welche Inhalte sind für Leadership-Training als eLearnings sinnvoll?

Bei der Konzeption der eLearnings wird also auf den Zeitaspekt, die hohe Anforderungen und weitere Besonderheiten der Führungskräfte geachtet. Bei der Konzeption sind drei Elemente entscheidend:

Blended Learning:

Um eine hohe Nachhaltigkeit beim Lernen zu erzeugen, werden nicht nur einzelne Maßnahmen umgesetzt, sondern ein Konzept entwickelt, dass ineinander übergreift und bestehende Elemente mit einbezieht.

  • Verbindung von bestehenden Trainings und Lernangeboten
  • Abstimmung von offline und online Elementen
  • Abstimmung von Lerninhalte auf Lernziele und Lernmedien
  • Einbeziehen von Praxisbeispielen und relevanten Arbeitssituationen

Best Business Practise: Die Führungskräfte Toolbox mit Empfehlungsfunktionen

Im Tagesgeschäft verwenden Führungskräfte viele Tools und Dokumente. Meistens sind diese verstreut abgelegt und viele Bereiche im Unternehmen erstellen eigene Templates. Eine interaktive Toolbox spart langes suchen! Hier sind alle Dokumente nach Themen sortiert, bewertet und mit direkten Handlungsmaßnahmen und Empfehlungen verbunden. Ein kurzes eLearning vorab zeigt den Umgang mit dem Toolbox und gibt einen Überblick über die aktuellen Inhalte.

Technische Umsetzung:

Je nach Eigenschaften der jeweiligen Führungskräfte-Zielgruppe und deren Eigenschaften werden auch alle Entscheidungen zur technischen Umsetzung beeinflusst.

  • Nutzung von Devices (Smartphone, Tablet, Laptop, fester Stand-PC, etc.)
  • Verfügbarkeit der Daten (offline, online, cloudbasiert, extern, exchange)
  • Verbindungsmöglichkeiten und technische Vorraussetzungen (Internetexplorer, Internetgeschwindigkeit, Firewalls, etc.)

Best Business Practise: Kombination von Devices je nach Lernumgebung

Kommt ein CREATE cBook zum Einsatz, können viele Einsatzmöglichkeiten abgedeckt werden. Gute Erfahrungen wurden gemacht, wenn Führungskräfte mit verschiedenen Devices auf den Lerninhalt zugreifen können. So kommt das Smartphone oft unterwegs zum Einsatz und das Tablet gerne bei informelleren Situationen, wie beim Lernen im Homeoffice. Oft werden mit dem Videos angeschaut, kurze Lernnuggets konsumiert, Smartphone Bilder hochgeladen und kurz Notizen im cBook gemacht, während das Tablet zum intensiveren Arbeiten benutzt wird.

Leadership Inhalte:

Neben vielen verpflichtenden eLearnings, an denen auch Führungskräfte nicht vorbei kommen (Erste Hilfe, Datenschutz, etc.), gibt es viele Themen, die auf verschienden Wegen trainiert werden sollten.

Softskills: Am besten eignen sich hier Kombinationen und Blended Learning Konzepte. Das erste Wissen über Leadership Methoden kann leicht online vermittelt werden, wobei einige Softskills dann in echten Situationen geübt werden sollten. Doch auch hier ist Technologie auf dem Vormarsch und schafft beeindruckende Trainingssimulationen, die virtuell und online zugänglich sind.

Zukunft- und Innovationsthemen: Digitalisierung und bahnbrechende Innovationen sind auf dem Vormarsch und Verändern die Welt. Nur die Führungskräfte, die das wissen und sich vorbereiten, können ihr Team durch diese großen Veränderungen führen. So werden in Zukunft Manager zu Leadern, die den Wandel aktiv mitgestalten. Über digitale Lernmedien lassen sich diese Inhalte leicht und schnell vermitteln, was auch nötig ist, da täglich neue Errungenschaften auf den Markt kommen. Im besten Fall gibt es hier eine Kombination aus aktuellen Tagesgeschehen, Innovationsmanagement und Teamübungen für die Praxis.

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit uns, damit wir Ihnen auch Beispiele zeigen können oder fordern Sie Referenzen zum Thema Leadership-Training an.

 

Dieser Artikel wurde verfasst von Stefanie Feder, Konzeptionistin und Ideenfinderin bei CREATE.

Engagement Faktoren im eTraining

Lernen in der Großgruppe, online und im Kreise mehrerer tausend User. Massive Open Online Courses, abgekürzt mit dem bekannten Kürzel MOOCs, werden meist von Universitäten und Bildungsinstituten angeboten. Ein innovatives Format mit großem Potential, aber auch eine Challenge für die Kursverantwortlichen und Teilnehmer.

Verschiedene Studien zeigen, dass weniger als 10% der Studenten MOOCs abschließen. Woran das liegt? Vermutlich an der niedrigen Verbindlichkeitsschwelle. Viele User registrieren sich gratis, schnuppern rein, aber lassen es dann aus verschiedenen Gründen wieder sein. Lernmotivation dürfte ein weiterer Faktor sein. Während selbstmotivierte Lerner im Kurs bleiben, ist es aufgrund des Kursumfangs nicht möglich, mittel bis wenig Motivierte intensiv und direkt zu betreuen und so bei Lernlaune zu halten.

Anders sind die Zahlen bei geschlossenen Online-Kursen, an denen auch weitaus weniger Personen teilnehmen. Beispielsweise ein Online-Universitätslehrgang. Die Verbindlichkeit ist wesentlich höher. In vielen Fällen zahlen TeilnehmerInnen auch Kursgebühren – das alleine zeugt schon von höherer Motivation ein Programm auch wirklich zu absolvieren.

Enric Mor von der Online Universität Oberta de Catalunya ist Engagement Experte für reine Online-Programme und weiß, warum Lernende im Kurs bleiben – oder eben nicht.

Offene versus geschlossene Kursformate

Laut seinen Studien ist mit einer Drop-Out-Rate von 10 bis 20 Prozent bei geschlossenen Kursformaten einer Online-Universität zu rechnen. Das unterscheidet sich nicht wesentlich von Präsenzprogrammen. Drop-outs sind bei diesem Kurstyp auf andere Faktoren zurückzuführen und weniger auf die fehlende Motivation der TeilnehmerInnen. Zum Beispiel steigen Lernende dann aus, wenn sich ihre Zeitbudgets ändern und sie aufgrund von veränderten Lebens- oder Arbeitssituationen den Kursaufwand zeitlich nicht mehr schaffen.

Die Drop-out-Rate ist auch dann höher wenn Studenten und Lernende mehrere zeitaufwändige Kurse miteinander kombinieren. Enric Mor rät hier zu einer guten Mischung aus aufwändigen und weniger aufwendigen Kursen, die es Lernenden ermöglicht ihr Zeitbudget gut zu fokussieren. Das klingt logisch.

Ein interessanter Aspekt ist die Vorhersehbarkeit von Drop-Outs. Laut Mor lässt sich relativ verlässlich sagen, welche Lernende bis zum Ende dabeibleiben. Grob gesagt ist das bei jenen der Fall, die schon in frühen Programmphasen zufrieden mit Umfang, Angebot und Inhalt sind. Interessanterweise ist dies unabhängig davon, ob Lernende gut oder schlecht im abschließenden Test abschneiden. Lernende, die am Beginn eher unzufrieden sind, ändern ihre Meinung auch nicht mehr und hören mit hoher Wahrscheinlichkeit auf.

Kursteilnehmer fallen typischerweise nicht durch. Jene die bis zum Schluss dabei sind, schaffen auch den Test. Jene die Durchfallen würden, haben zu diesem Zeitpunkt den Kurs schon verlassen.

Eine interessante Konsequenz

KursteilnehmerInnen fallen typischerweise nicht durch. Jene, die bis zum Schluss dabei sind, schaffen auch den Test. Jene, die durchfallen würden, haben zu diesem Zeitpunkt den Kurs schon verlassen.

MOOCs im Einsatz von eLearning

Mittlerweile werden auch MOOCs in Kombination mit eLearning ganz bewusst eingesetzt. Die Verbindung machts. Inhalte müssen nicht neu erfunden werden und so können Projekte in kurzen Produktionszyklen geschaffen werden. Sie wollen Erfahren, wie wir damit umgehen? Melden Sie sich bei uns! 

Source: Isuru Balasooriya, Enric Mor, M. Elena Rodriguez; Understanding User Engagement in Digital Education, HCI International 2018

Der Blogbeitrag wurde geschrieben von Michael Leitner, Head of Research,
Interaction Design, UI/UX.

Social Media im Bildungsbereich

Gut, Einsichten in ein heißes Thema: Social Media im eLearning. Eine interessante Studie der jungen Forscherin AlHaidari untersucht die Nutzung von verschiedenen Social Media Formaten in eLearning und blended Learning Formaten. Die Grundlage ist eine Untersuchung von über hundert Studenten im Universitätskontext. Die Studie gibt trotz kultureller Unterschiede gute Einsichten in aktuelle eLearning Trends.

Unterscheidung in aktive und passive Nutzung

Interessanter Aspekt der Studie ist die Unterscheidung wird zwischen aktiver und passiver Nutzung, also ob jemand ein Social Media Tool rein dazu benutzt Lerninhalte zu konsumieren und um vom Tutor zu hören, oder ob er/sie auch aktiv Inhalte postet und zu einer Lerncommunity beiträgt.

In der passiven Nutzung sind Social Media Tools mit 84 % am stärksten genutzt, gefolgt von Dokument Sharing Tools mit 66 %. Erwähnenswert ist, dass Microblogging auf immerhin 20 % Nutzung kommt. In der aktiven Nutzung fällt Social Media mit 42 % jedoch weit hinter Dokumenten-Sharing Tools (58%) zurück.

In anderen Worten, Social Media Tools werden gern genutzt um Inhalte zu erhalten und um up-to-date zu bleiben. Weniger als die Hälfte der User tragen aber aktiv zu dieser online Lerncommunity bei.

Diesem passiven, und nicht immer sichtbaren Nutzen von Social Media sollten sich Tutoren, Coaches und Trainer bewusst sein.

Social Tools in Lernmanagementsystemen

Interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang: 77% der Befragten nutzen für Social Media ein Tool außerhalb des Lernmanagementsystems (LMS). Nur 22 % nutzen das LMS-eigene Social Media Tool. Das kann verschiedene Gründe haben. Eine Vermutung ist, dass Lernende primär vorhandene Netzwerke und Kontakte außerhalb des LMS nutzen wollen. Ein Grund könnte auch sein, dass Social Media Tools in manchen LMS weniger gut entwickelt sind, zumindest im Vergleich zu bekannten Social Media Seiten wie Facebook.

Für Lerner scheint es noch zu wenige Anreize zu geben um auf LMS interne Social Media Tools umzusteigen.

Diesen Umstand könnten gut designte und stark integrierte Social Media Features in LMS und Lernbüchern verändern.

Mit dem cBook versucht CREATE genau das zu tun. Denn, dass Lernende gut integrierte Tools durchaus nutzen zeigt eine andere Zahl. LMS interne Dokumenten-Sharing Features werden zu 45 % der Lernenden genutzt. Nur 22 % nutzen ein Dokumenten-Sharing Tool außerhalb des LMS. Also, keep working on that social media tools.

Die Daten in diesem Artikel wurden veröffentlich in Yara A. AlHaidari, Exploring the Use of Social Media in Education from Learners Perspective, 2018.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Michael Leitner (Head of Research, Interaction Design, UI/UX).

I am your cBook and I know how you feel

Zukunft digitales Emotionsmanagement im eLearning.

“Mit diesem Kapitel geht es dir nicht so gut, stimmts?” Keine außergewöhnliche Frage, genau so könnte sie einen Trainer oder Programmtutor stellen. Nur, glaubt man Forschern, werden Fragen dieser Art bald nicht mehr vom Coach, sondern vom digitalen Lerntool gestellt. Insbesondere wenn es die emotionale Ebene des Lernens betrifft.

Automatisierte Emotionserkennung ist ein Forschungsthema, das mit Riesenschritten in die Praxis drängt.

Bald werden digitale Lerntechnologien erkennen können, wie sich Lernende fühlen. Löst ein bestimmtes Kapitel Freude oder Entspannung aus? Erzeugen bestimmte Lerninteraktionen Stress? Ein verlässliches Werkzeug ist die Analyse von Gesichtsausdruck und Mimik, heutzutage ohne kostspielige Hardware, einfach mit Hilfe einer Standard Webcam möglich.

Lernen im Team und in Freizeit

Doch nicht nur das. Digitale Lerntools werden auf die emotionalen Zustände der Lernenden reagieren können. Mary Czerwinski Forscherin bei Microsoft gibt auf der Konferenz “HCI International” in Las Vegas Einblicke in die Entwicklungen und zukünftigen Möglichkeiten.

Chatbot im Gras

Laut Czerwinski wird an intelligenten “Synthetic Agents” gearbeitet, die Usern jederzeit und in Echzeit zur Verfügung stehen und auch aktiv intervenieren werden. Zum Beispiel durch das alleinige Hinweisen auf eine emotionale Phase, also zur Bewusstseinsbildung der Lerner. Oder mit Vorschlägen zur Änderung des Lernpfades und durch Anbieten von alternativen Content.

Die Erscheinungsform dieser Lernagenten kann vielseitig sein. Ein Chatbot ohne humanes visuelles Erscheinungsbild ist genauso denkbar wie ein animierter Avatar.

Lernunterstützende Agenten könnten zu permanenten Begleitern werden und ihre User immer besser verstehen – auch über einzelne Lernmodule hinweg.

Nur, hört man auf den emotionalen Beistand eines synthetischen, künstlichen Avatar? Laut Czerwinski: ja. Ihren Forschungen zufolge schätzen Personen die emotionale Unterstützung, weil sie helfen können emotionale “Low Points” besser zu erkennen und zu überwinden.

Um die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit der Agenten zu erhöhen kommt es ganz auf das Design an. Beispielsweise wird Digital Agents mehr Vertrauen geschenkt, wenn sie den eigenen Sprach- und Argumentationsstil imitieren. Ruhige Sprecher wollen nicht argumentative überrollt werden.

Emotionen Erkennen als Grundlage für Emotionsmanagement

Und natürlich spielt Attraktivität eine Rolle. Czerwinskis Studien zufolge glauben Benutzer einem visuell attraktiven Avatar wesentlich mehr, um es genau sagen: nahezu alles. Auch Unwahrheiten. Soweit zur Manipulierbarkeit des Menschen. 🙂

Dieser Beitrag wurde verfasst von Michael Leitner (Head of Research, Interaction Design, UI/UX)

Einladung zu deinem cMoment!

Corporate Learning: Lernerlebnisse aus Gegenwart und Zukunft – zum Anfassen!

Der rasche Wandel der Arbeitswelt und die schnelle Entwicklung von Technologie sind auch in der Mitarbeiterentwicklung eine Herausforderung. Im täglichen Business ist es schwer mit dieser Dynamik mitzuhalten – das hemmt unsere Chancen auf Verbesserung und Innovation.

Mit dem cMoment haben wir ein Event geschaffen, dass Theorie, Innovation und Praxis an einem Tag zusammenbringt! Erleben Sie die geballte Zukunft des eLearnings:

  • VR und Hololens für das Training sowie virtuelle Lernwelten erleben und ausprobieren.
  • Innovativen, digitalen Lerninhalt mit dem preisgekrönten cBook und CREATOR selber erstellen
  • Impulsvorträge zum Thema „Das Lernen der Zukunft “ mit aktuellen, spannenden Praxisbeispielen.
  • Eine Übersicht über Entwicklungen auf dem eLearning Markt bekommen
  • Experten über die Schulter schauen, die die eLearnings der Zukunft konzipieren, designen und technisch umsetzen

WANN?

am 19.04.2018 ab 09:00 Uhr

Taubstummengasse 7/3, 1040 Wien

Die Teilnahme ist kostenlos

Bitte um verbindliche Zusage bis 17. April 2018

Und wenn Sie neben all dem Ausprobieren und selber testen noch eine Hand frei haben, stehen Getränke und Snacks zur Stärkung bereit.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Tag voller Experimente und Innovationen!

Ihr CREATE 21century Team

cMoment 2018

Customer Experience – Chancen & Risiken im kundenzentrierten Marketing

customer-experience

Der Gedanke, dass man Digitalisierung aussitzen kann, sollte mittlerweile von den meisten Unternehmen als falsch tituliert werden. Digitalisierung ist kein temporärer Trend, sondern vielmehr ein umfassender Paradigmenwechsel der sich durch alle Lebensbereiche einer technologisierten Gesellschaft zieht und damit auch alle Unternehmen, unabhängig ob mit oder ohne digitalem Geschäftsmodell, betrifft. „Customer Experience – Chancen & Risiken im kundenzentrierten Marketing“ weiterlesen