5 Grade der Partzipation: Mitarbeiterkommunikation fördern

Partizipation

Partizipation

Die Mitarbeiter interagieren also in den ihnen zur Verfügung gestellten Foren. Ein Kinderspiel, behaupten manche – ist es aber leider nicht.

Wie ich Mitarbeiter dazu motivieren kann, veranschauliche ich anhand der 5 Grade der Partizipation in einer geschlossenen Gruppe!

Beginnen wir in der Mitte:

Der 3. Grad.

Hier will ich, dass Menschen zu einem bestimmten Thema, das ich ihnen anbiete, kurz mal ihre Meinung abgeben.

Ja, das geht. Der Schlüssel dafür sind die Wörter „kurz“, „konkret“ und „Kontext“.

Also, das heißt: Je weniger ich von meinen Partizipanten möchte – also keine elendslangen Texte – desto mehrResponse“ werde ich bekommen. Denken Sie an Ihre letzte Amazon-Bestellung. Haben Sie diese kommentiert? Nein. Haben Sie ein kurzes, konkretes Sternchen im Kontext abgegeben. Schon eher, oder?

Sehen wir uns den nächsten Grad an. Nr. 4 ist das echte „Kommentieren“. Da wird nach den drei Schritten „Information – Involvierung – Inklusion“ vorgegangen, wie wir es auch aus dem Change-Management in Unternehmen oder ganz einfach auch aus der Städteentwicklung (Stichwort: Bürgerbeteiligung) kennen. Doch dazu gibt es meinen TEDx-Vortrag. Dauert auch nur 10 Minuten.

Aber was ist mit den Graden 1 und 2? Was ist dann das?

Schon mal was von impliziter Partizipation gehört? Ja, die gibt es wirklich.

Zum Beispiel sagen Theaterwissenschaftler oder auch Medienforscher zur Rezeption eines richtig guten Werkes: „Partizipation“. Zurecht. Denn während der Rezeption identifiziere ich mich beispielsweise mit diesem jungen Kerl, der als Spiderman durch die Lüfte von New York schwebt. Irgendwie. Also irgendwie beziehe ich Stellung.

Auch wenn ich eine Geschichte höre. Zum Beispiel eine Geschichte über ein altes Ehepaar, das sich bald trennen wird. Dabei fragt mich keiner nach meiner Meinung. Aber ich beziehe dazu Stellung. Das ist Partizipation noch lange bevor mich jemand aktiv nach meiner Meinung fragt. Das ist der 1. Grad von Partizipation: Involvierung durch einen guten Content! Das Storytelling. Die Geschichte an sich.

Ok – und weil ich mir das Beste bis zum Schluss aufgehoben habe: hier der 2. Grad der Partizipation. Authentizität. Viele sagen auch Corporate-generated Content dazu, in Anlehnung zum User-generated Content, der es eben noch nicht ist. Ganz einfach gesagt: wenn du willst, dass Menschen Videobeiträge senden bzw. daran partizipieren, dann zeige den Menschen zuerst Videobeiträge, in denen Menschen etwas gesagt haben.

Und dazu fällt mir auch ein Beispiel ein: Ein Video von cBook-Teilnehmern und ihren Stimmen dazu. Teilnehmer an einem der ersten cBook-Lehrgänge bei Audi Deutschland. Die Aufnahmen haben nicht die User selbst gestaltet, auch nicht wir als CREATE. Obwohl es ja eigentlich um unser Super-Partizipations-cBook bei Audi geht. Dafür haben wir ein kleines feines Team ausgeschickt, das sich im „Qualifizierung Handel“-Bereich mal umgeschaut hat. Dabei haben sie Partizipation bekommen – von ganz normalen Teilnehmern.

Und herausgekommen ist das hier:

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Christoph Schmidt-Martensson (Gründer & Geschäftsführer)