Filme die unter die Haut gehen – cMotion im eLearning

Dass Lernerfolg wesentlich von Emotionen abhängt: Keine große Neuigkeit. Dass das im Bereich eLearning schon mal vergessen wird: leider auch nicht. Was man da machen kann? So einiges. Zum Beispiel Filme, gute Filme!

Lernen ist nicht nur Kopfsache

Neue Informationen mit bekannten verknüpfen, das eben noch Neue wieder mit noch Unbekanntem verbinden, Handlungsalternativen erkennen und vor allem übernehmen … Wissenschaftlergenerationen beschäftigen sich damit, was beim Lernen passiert. Zwischenfazit: Der Kopf allein macht´s eben nicht.

Bei Entscheidungen und Verhaltensänderungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater!“ Gerhard Roth, Hirnforscher.

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Gefühle an Bord holen

Eine angstfreie Lernumgebung, fordern, ohne zu überfordern: Im Flow lernt es sich am besten. Der stellt sich bekanntlich nicht auf Knopfdruck ein, aber in Bahnen lenken, das ist möglich.

Emotionen ansprechen: Das funktioniert – literarische Werke als Sonderfall mal ausgeklammert – auf mehreren Kanälen einfach besser. Film macht Dinge seh-, hör- und damit fühlbar. Begreifen – das Wort spricht für sich – können wir, was wir als nah empfinden, was uns betrifft. Die Nähe im eLearning… will bewusst hergestellt sein. Sonst bleibt es eine Chartfolge, durch die ich mich klicke. Der Film? Kann als Teaser neugierig machen, zum Lerninhalt hinführen und mich motivieren. Zeigt als Erklärvideo, was Text schwer beschreiben kann. Und schafft dann Sinn, wenn er im Gesamtlernkonzept mit den anderen Elementen zusammenwirkt. Schließlich geht es um Verknüpfungen.

Die Lernzielgruppe entscheidet

Wann und wo gelernt wird – mit den Veränderungen der Arbeitswelt verschieben sich Grenzen. Was auch heißt, dass ich nicht nur in meiner professionellen Rolle angesprochen werden möchte. Sondern auch als Mensch mit Medienerfahrungen. Ob das eine Jugend mit YouTube und Facebook, mit Hollywoodfilmen, Charthits oder was auch immer heißt: Medien prägen unsere Seh-, Hör-, und Kommunikationsgewohnheiten. Welchen Ton ein eLearning anschlägt entscheidet mit, welche Gefühle aktiviert werden und was Lernende / Lernzielgruppen mit den neuen Inhalten verknüpfen.

Schließlich möchte ich mich als Lernender nicht nur mit Charakteren identifizieren können, sondern auch in meiner Sprache und Bildsprache angesprochen werden. Weil Lernen dann funktioniert, wenn es Spaß macht.

Wie Film im eLearning dazu beiträgt?

  • Er ist integrativer Teil des Gesamtkonzepts
  • Er evoziert positive Emotionen
  • Er bietet Identifikationsmöglichkeiten
  • Er spricht meine Sprache in Wort, Bild und Musik

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Hedwig Lambert (Author & Concepter)