Die Macht der Farben im eLearning

Wir lernen von Kindesbeinen an Gegenstände und Situationen mit Farben in Verbindung zu bringen und diese mit Emotionen zu verknüpfen. Und dieser Prozess hört nie auf. Unser Unterbewusstsein speichert laufend weitere Farb- und Emotions-Assoziationen, welche einen wesentlichen Beitrag zu unserer Aufmerksamkeit, Konzentration und Lösungsfindung beitragen. Somit ist klar: Farben sind der Schlüssel zum (Lern-)Erfolg.

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Denken wir doch einmal alle an die Farbe Rot. Na…an was denken wir nun? Ist es ein positives Gefühl wie die Liebe oder doch eine negative Emotion, die durch den Rotstift in der Schule geprägt wurde? Jeder von uns empfindet in Abhängigkeit zu der derzeitigen Gefühlslage, der vergangenen, persönlichen Erlebnisse, der Bevölkerungskultur sowie der Firmenkultur unterschiedliche Emotionen bei diversen Farben. Daraus stellt sich natürlich die Frage: Was nehmen wir denn überhaupt unterbewusst alles wahr? Gibt es Dinge, die uns gar nicht auffallen und dennoch einen wesentlichen Einfluss auf uns haben? Die Antwort ist ganz einfach: Ja

Eine Untersuchung im Bereich des Lernens in Kombination mit Farben ergab, dass Personen, die während der Aufgabenstellung der Farbe Rot ausgesetzt wurden, schlechtere Leistungen erzielten als jene, die zum Beispiel die Farbe Grün vorgelegt bekamen. Die Farbe Rot hat ebenso dazu geführt, dass leichtere Aufgaben vor schwierigeren Aufgaben bevorzugt wurden.

Daraus lässt sich schließen, dass vor allem beim aktiven und bewussten Lernen – somit auch im Bereich eLearning – die Farbe eine wesentliche Rolle spielt. Da man jedoch in Lerngemeinschaften auf eine relativ heterogene Gruppe trifft, muss man vor allem eines schaffen: Akzeptanz! Es soll keiner von den eingesetzten Farben irritiert werden und es soll sich jeder – zumindest dem Thema und dem Unternehmen entsprechend und somit kontextorientiert – angesprochen fühlen. Ein Punkt, der bei der Erstellung von eLearnings auf jeden Fall berücksichtigt werden muss.

Diese Akzeptanz wird erreicht, wenn eine Identifikation geschaffen wird, die Firmenfarben mit aufgenommen werden, auf kulturelle Unterschiede Rücksicht genommen wird und auf die Farbharmonie geachtet wird um ein harmonisches Gesamtbild gestalten zu können. Farben treten in der Regel immer in Verbindung mit mindestens einer anderen Farbe auf. Um dabei eine Farbharmonie erreichen zu können, müssen Farben immer von beiden Seiten des Farbkreises verwendet werden. Eine interessante Erkenntnis ist, dass alle Farbenpaare mit Blau als harmonisch angesehen werden. Umso harmonischer Farben kombiniert werden, desto größer ist die Klarheit der vermittelten Lerninhalte und umso stärker findet eine Priorisierung statt. Die Verweildauer bei einem bestimmten Lerninhalt kann dadurch wesentlich gesteigert werden.

Vor allem im Bereich eLearning ist zudem die Wichtigkeit von Farbsättigung und -helligkeit nicht zu vergessen. Es ist eine gewisse Gradwanderung zwischen möglichst hellen Farben, die uns schneller ermüden lassen – uns aber prinzipiell kurzfristig wacher machen und unsere Kreativität fördern – und dunklen Farben, die uns mehr das fokussierte Arbeiten ermöglichen und uns die fachliche Ebene bieten. Schwarz beispielsweise ist eine Farbempfindung, die u.a. für hohe Qualität und Glaubwürdigkeit steht. Ein wichtiger Punkt, der bei der eLearning-Absolvierung noch zusätzlich durch die Wahl des Wiedergabemediums beeinflusst wird. Farben müssen generell auf Monitore abgestimmt sein und dürfen nicht zu einer raschen Ermüdung der Augen führen.

Farben haben somit die Macht, die Bedeutung und den Wert von Lerninhalten sowie von Objekten zu verändern.

 

Dieser Beitrag wurde verfasst von Iris Loibl (Account Manager)