Change, Digital Learning and Design-Thinking – just connect them

Innovative und erfolgsentscheidende Personalentwicklungen in Organisationen sind kein Zufall, sondern können bewusst initiiert werden. Dies ist auch für den Erfolg von didaktisch hochwertigen und lernunterstützenden E-Learnings der Fall.

Denn: um Menschen oder eben meine Mitarbeiter zum selbstgesteuerten Online-Lernen zu animieren, bedarf es mehr als der Einführung eines Lernmanagementsystems und der Bereitstellung von (standardisierten) Content durch Web Based Trainings. Vielmehr müssen die entsprechende Umgebung und die Lernkultur hierfür geschaffen werden. Eine Möglichkeit, um eben genau diese Umgebung zu schaffen, ist das Design Thinking.

Design Thinking bedeutet grundsätzlich interdisziplinäres Denken.

Daher weg vom gewöhnlichen Brockhaus Denken (Denken in Kategorien/ Abteilungen) hin zum Netzwerkdenken (Verbindung unterschiedlicher Disziplinen/ Abteilungen). Essentiell im Design Thinking ist das Entwickeln von Ideen in Gruppen. Diese Ideen-Gemeinschaft kann hierbei eben genau meine Lernzielgruppe sein. Online-Lernangebote erreichen daher nicht „fertig“ designt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern werden gemeinsam erarbeitet. Es erfolgt ein Wechselspiel zwischen lernenden Personen und E-Learning-Designern. Hilfreich im Prozess ist hierbei das Prototyping. Durch Prototyping ist es mir möglich, schnell und ressourcenschonend bereits frühzeitig ein gemeinsames Bild (Big Picture) zu erhalten. So wird gleich zu Beginn eine erste Demo-Version mit einfachen Mitteln erstellt. Schnell wird damit ersichtlich, wie das Online-Lernangebot meine Mitarbeiter im Alltag unterstützt und welche Stolperfallen es gibt.

Gemeinsam entwickelte Lernziele

Ein weiterer Vorteil des Design Thinkings ist die partizipative Entwicklung von E-Learnings über mehrere Abteilungen. E-Learnings werden im Design Thinking durch die direkte Involvierung der lernenden Personen konzipiert. Folglich tragen sie einen wesentlichen Beitrag zum Online-Lernangebot bei und entwickeln eine Verbundenheit gegenüber diesem. Das Credo „Betroffene zu Beteiligten machen“ fasst diese Situation zusammen.

Es geht daher nicht darum, das beste und funktionsreichste Lernangebot am Markt zu kaufen, um erfolgreich Online-Lernmedien in meinem Unternehmen zu implementieren. Dies ist, nebenbei bemerkt, oftmals mit hohen finanziellen Ressourcen verbunden. Viel wichtiger ist es, das Lernangebot mit meinen lernenden Personen gemeinsam (z.B. im Design Thinking-Prozess) zu gestalten und somit gemeinsam Lernziele zu setzen und zu erreichen. Denn eines ist klar: was letztendlich gelernt wird, ist entscheidend.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Christian Felber (Key Account Manager)